Solidarität mit dem Satiriker und Künstler Jan Böhmermann

„Sackdoof, feige und verklemmt ist Erdogan der Präsident“: Recep Tayyip Erdogan hat endlich mal kräftig eins auf die Fresse bekommen und das so, dass weltweit die Wände wackeln. Recht so, weiter so! Die tragische Komik des Gedichtes ist die bewusste Provokation, das Überschreiten von Satire, wobei, wer beurteilt eigentlich wo Satire endet. Böhmermann hat nicht etwa nach unten auf einen muslimischen Flüchtling getreten. Nein, er hat nach oben getreten und traf voll ins Schwarze und mitten in die Fratze des „Kalifen vom Bosporus“, der in seinen feuchten Träumen vermutlich von einem Großtürkischen Reich träumt. Zumindest führt er sich in der Türkei so auf. Erdowahn schlägt bereits dort mit Klagen gegen seine Ehre um sich. Es sind über 1800 Klagen gegen seine Mitbürger überliefert. Von Repressalien gegen sein Volk und darüber hinaus ganz zu schweigen. Der Komiker Dieter Hallervorden setzt mit „Erdogan, zeig mich an!“ noch eines drauf!

Und nun ist der deutsche Satiriker Böhmermann an der Reihe. Die Psyche Erdogans ist zwar nicht erfassbar, man könnte ihm aber folgendes unterstellen: „Wenn ich könnte würde ich ihn selbst erschießen. Daraus wird zwar nichts, aber vorsichtshalber wurde Böhmermann unter Polizeischutz gestellt. Wobei vor wem eigentlich? Vor Erdogan? Oder eher seinen Schergen?

Öl ins Feuer

Schon mit dem krampfartigen aus dem Verkehr ziehen des Videos erwies der ZDF der Glaubwürdigkeit einen Bärendienst. Erst mal ausgestrahlt ist eine weitere Verbreitung nicht mehr zu verhindern, es machte das ganze nur noch interessanter

Jedenfalls gelüstet es Erdogan seinen Herrschaftsbereich gerichtlich auszuweiten, indem er einen deutschen Satiriker des Deutschen Rundfunks bei einem deutschen Gericht verklagte. Sowie auch die deutschen Gerichte schon vor der Anzeige selbstständig tätig wurden.

Merkels Eigentor

Umso bedenklicher ist daher die klare Ansage von Angela Merkel:
„Die Kanzlerin hat das im ZDF ausgestrahlte und dann wieder gestrichene Schmähgedicht des Satirikers Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als „bewusst verletzend“ kritisiert. Das habe sie in einem Telefonat mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu am Sonntagabend deutlich gemacht, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit.“

Damit hat sich Angie ein Eigentor der Sonderklasse geschossen. Es steht ihr nicht zu, auch nicht gegenüber Erdogan, eine Wertung abzugeben. Da Erdogan eine Bestrafung von ihr fordert sitzt sie nun in der Zwickmühle. Sie hat damit das Prinzip der Meinungsfreiheit und der Gewaltenteilung untergraben. Wie sie aus der Nummer rauskommt ohne Erdogan zu erzürnen wird sich zeigen.

Nach Paragraph 104a des deutschen Strafgesetzbuches kann die Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts nur verfolgt werden, wenn die Bundesregierung die Ermächtigung erteilt.Da ist es schon befreiend, das Künstlerkollegen wie Max Uthoff und Claus von Wagner („Die Anstalt“) dem „gehetzen“ die Stange halten.

“Wir unterstützen Jan Böhmermanns pädagogischen Versuch, in einem juristischen Proseminar dem türkischen Staatspräsidenten den Unterschied zwischen Satire und Schmähkritik zu erläutern. Diese Nachhilfestunde scheint Erdogan nötig zu haben. Schließlich hat er nicht nur gegen Jan Böhmermann, sondern auch gegen 1845 türkische Bürger Anzeige wegen Beleidigung und Respektlosigkeit erstattet; darunter Karikaturisten, Liedermacher und Schulkinder. Um das Interesse von Erstsemestern am Unterrichtsgegenstand zu wecken, ist es nicht unüblich, mit drastischen Beispielen zu operieren. Die Frage nach dem Kunstcharakter des Gedichts stellt sich für uns nicht: Es geht um nackte Körper, verbotene Sexualpraktiken und es reimt sich. Das MUSS Kunst sein. Nachdem sich Springer-Chef Mathias Döpfner Böhmermanns Formulierungen inhaltlich voll und ganz angeschlossen hat, bleibt nur noch eine juristische Frage offen: Wäre es nicht möglich, eine eventuelle Haftstrafe von Döpfner absitzen zu lassen?”

Hier der das Gedicht als Text

Sackdoof, feige und verklemmt,
ist Erdogan der Präsident.
Sein Gelöt stinkt schlimm nach Döner,
selbst ein Schweinepfurz riecht schöner.Er ist der Mann der Mädchen schlägt,
und dabei Gummimasken trägt.
Am liebsten mag er Ziegen ficken,
und Minderheiten unterdrücken,Kurden treten, Christen hauen,
und dabei Kinderpornos schauen.
Und selbst Abends heißt statt schlafen,
Fellatio mit hundert Schafen.

Ja, Erdogan ist voll und ganz,
ein Präsident mit kleinem Schwanz.
Jeden Türken hört man flöten,
die dumme Sau hat Schrumpelklöten,

Von Ankara bis Istanbul,
weiß jeder, dieser Mann ist schwul,
Pervers, verlaust und zoophil
Recep Fritzl Priklopil.

Sein Kopf so leer, wie seine Eier,
der Star auf jeder Gangbang-Feier.
Bis der Schwanz beim pinkeln brennt,
das ist Recep Erdogan, der türkische Präsident.

Am Ende sollte das Ganze ohne weiteren Aufhebens in die Mottenkiste abstruser Geschichten wandern.
Ob Erdogan dann selbst für Gerechtigkeit in seine Sinne sorgt bleibt dahingestellt?

Der Komiker Dieter Hallervorden setzt mit Erdogan, zeig mich an! noch eines drauf!

 

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