Bundesregierung bereitet sich auf Notstand vor, NRW kauft Jodtabletten

Unterdessen deckt sich Nordrhein-Westfalen – mit Jodtabletten ein. Ein noch unter Verschluss gehaltenes Konzept setzt auch auf Vorsorgemaßnahmen von Seiten der Bevölkerung. Nach dem Ende des Kalten Krieges Anfang der 1990er Jahre wurden in Deutschland Schutzbunker geschlossen, Sirenen abgebaut und Notvorräte aufgelöst. Krieg in Europa galt vor mehr als 20 Jahren als undenkbar wie NTV bereits im Februar 2015 schrieb. Jetzt offenbar nicht mehr.

So hält auch die Bundesregierung einen Angriff für möglich wie der Sender NTV bereits Anfang 2015 titelte. Da uns von den Medien im wesentlichen Friede, Freude, Eierkuchen, sprich niemals die ganze Wahrheit verraten wird, sollte man vielleicht etwas darüber nachdenken. Auch viele Prominente warnen vor einer möglichen Eskalation NATO-Russland. So auch der deutsche Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier - er kritisierte die NATO-Aufmärsche an der Grenze zu Russland sehr deutlich.

Angesichts weltweiter Krisen und Kriege will die Bundesregierung beim Schutz der Bevölkerung wieder aufrüsten. „So wie sich die Bundeswehr mit neuen sicherheitspolitischen Grundsätzen an die Lage anpasst, muss das auch der Zivilschutz tun“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Zivilschutz, Christoph Unger.

Hintergrund seien neue Gefahren durch „ballistische Raketen etwa aus dem Nahen Osten sowie das Verhalten Russlands in der Ukraine-Krise“, sagte Unger der „Saarbrücker Zeitung“. Für den Fall von zivilen Katastrophen und Krisen sei in der Vergangenheit viel getan worden. „Für den Fall einer Bedrohung von außen, also eines Angriffs auf Deutschland, sieht das schlechter aus“, sagte Unger. „Was wir nicht getan haben ist, darüber mit der Bevölkerung zu reden. Was machen denn die Menschen im Fall der Warnung vor einer anfliegenden Rakete?“

NPR-Anmerkung: Nicht das Verhalten Russlands, sondern das Verhalten der EU-Staaten und vorrangig der NATO (USA), bringt Europa an den Rand eines Kriege. Siehe: SPERRFEUER BIS ZUM KRIEG MIT RUSSLAND?

Vertreter der zuständigen Ministerien hatten sich vor einigen Tagen bei einem Treffen darauf verständigt, den Zivilschutz systematisch zu überprüfen, ob er auf aktuelle Bedrohungen vorbereitet ist. Dabei ging es auch um das Vorgehen bei einem militärischen Ernstfall.

Wie soll die Bevölkerung alarmiert werden?

Ein Hauptproblem ist offenbar die Alarmierung der Bevölkerung. Im Kalten Krieg gab es ein umfangreiches Sirenen-System, das 1992 außer Betrieb genommen wurde. Etwa 40.000 Anlagen wurden von den Gemeinden für lokale Zwecke übernommen - meist für Brandschutzübungen. Für den flächendeckenden Alarm gibt es jetzt ein satellitengestütztes Warnsystem, über das die Radio- und Fernsehsender informiert werden. Zusätzlich soll es künftig eine Warn-App für Handys geben, die derzeit in Gütersloh und Düsseldorf getestet wird. Unger bemängelte, dass es noch keine öffentliche Kommunikation über mögliche Gefahren und Reaktionsmöglichkeiten gebe.

Bundesregierung bereitet sich auf Notstand vor

Umfasst Ihre Familie vier Personen? Dann sollten Sie besser immer 40 Liter Trinkwasser vorrätig halten.

Das steht in einem neuen Sicherheitskonzept der Bundesregierung und gilt für den Fall, dass sich eine Katastrophe in Deutschland ereignet. In der Ausarbeitung, die noch unter Verschluss gehalten wird, aber über die die Rheinische Post (RP) bereits berichtet, heißt es, die Bürger sollten so viel Wasser eingelagert haben, dass je Person zwei Liter pro Tag zur Verfügung stehen - für einen Zeitraum von fünf Tagen.

Ganz neu ist das freilich nicht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät auch jetzt schon, einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für zwei Wochen bereitzuhalten. „Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.“

Wie die RP berichtet, sollten sich die Bürger für den Fall eines Stromausfalls „mit warmen Decken und Kleidung wappnen und geladene Akkus für Computer, Handys und Telefone bereithalten“.

In Großstädten und Ballungsgebieten sei geplant, vorsorglich „leistungsstarke Brunnen“ zu bohren, so dass im Falle einer Katastrophe genügend Trinkwasser zur Verfügung stehe. Darüber hinaus sieht nach dem RP-Bericht das Sicherheitskonzept vor, 800.000 Notfallplätze für die Bevölkerung bereitzuhalten, die bundesweit zur Verfügung stünden. Der CDU-Innenexperte Stephan Harbert sagte gegenüber der Zeitung: „Das ist nicht wenig, und doch wären mehr Plätze sicherlich wünschenswert.“

Wie die RP berichtet, würden solche Evakuierungsplätze vor allem dann aktiviert, wenn es zu einer Katastrophe in einer Millionenstadt wie etwa Köln komme.

Das Konzept zur zivilen Verteidigung werde derzeit zwischen den Ministern der Bundesregierung diskutiert und soll noch in diesem Monat vom Bundeskabinett beschlossen werden. „Der unserer Redaktion vorliegende Entwurf nimmt konkret Bezug auf die Terroranschläge von 2001 und mehrerer Hochwasserkatastrophen. Er stellt aber eine neue Grundlage für Notfallplanungen zum Schutz der Bevölkerung in vielen Bereichen dar“, heißt es in dem RP-Artikel.

Demnach beinhalte das Konzept auch Vorkehrungen im Falle von chemischen, biologischen oder nuklearen Verseuchungen. Die Bundesregierung beabsichtige Vorräte an Pockenimpfstoffen und Antibiotika zu vergrößern, außerdem werde eine „nationale Nahrungsmittelreserve“ aufgebaut.

Der SPD-Innenexperte Burkhard Lischka begrüßt laut RP das neue ganzheitliche Zivilkonzept. Sowohl Bevölkerung und Behörden seien „nicht zuletzt aufgrund terroristischer Bedrohungen neuartigen Gefahren ausgesetzt.“

Atomares Inferno in Deutschland? – NRW deckt sich mit Jodtabletten ein

Nordrhein-Westfalen stockt massiv seinen Vorrat an Jodtabletten (mit Kaliumjodid) auf. Das Land hat 21 Millionen Tabletten bestellt, welche schon im Herbst dieses Jahres ausgeliefert werden sollen. Diese Nachricht ist zutiefst beunruhigend.

Seit Monaten rasselt die NATO mit den Säbeln, Truppen werden an der Grenze zu Russland stationiert und vollziehen militärische Übungen. Die NATO will den Krieg gegen Russland. Und wenn dies passiert, dann wird es auch zum Einsatz von Atomwaffen kommen. Weiß man in Nordrhein-Westfalen mehr? Werden wir uns schon bald im Krieg befinden und werden deshalb sicherheitshalber die Jodtabletten angeschafft?

Eine weitere Option ist, dass die Sicherheitsbehörden Hinweise auf islamistische Anschläge auf Atomreaktoren haben. Nicht weit entfernt in Belgien stehen zwei Reaktoren, welche als störanfällig gelten und sogar schon mehrfach abgeschaltet werden mussten. Wird es einen terroristischen Anschlag auf einen der beiden Reaktoren geben und wurden deshalb die Tabletten geordert? Oder zieht man auch noch andere Gründe in Betracht?

Quellen:
http://www.n-tv.de/politik/Regierung-haelt-Angriffe-fuer-denkbar-article14566036.html
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49056/1.html
http://www.anonymousnews.ru/2016/08/06/eilmeldung-nrw-deckt-sich-mit-jodtabletten-ein-droht-ein-atomares-inferno-in-deutschland/
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/neuer-notfallplan-fuer-katastrophen-und-terror-aid-1.6163464
http://www.sueddeutsche.de/politik/nato-in-osteuropa-steinmeier-kritisiert-saebelrasseln-gegenueber-russland-1.3040243
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/nrw-deckt-sich-mit-jodtabletten-ein/-/id=396/did=17912924/nid=396/1ewzhhx/
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/nrw-stockt-vorrat-an-jodtabletten-auf-14376127.html

 

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