Während alle anderen EU-Staaten ohne das Volk zu befragen das Assoziierungsabkommen zwischen „Europäischer Union“ und der Ukraine ratifiziert haben, befragten die Niederlande ihre Bürger. Die Niederländer stimmen am vergangenen Mittwoch mehrheitlich gegen das EU-Ukraine Abkommen. Wie in Demokratien üblich ist das Ergebnis für die Regierung allerdings nicht bindend und der ukrainische Nazi-Präsident beschwert sich.
Poroschenko stellte schon vor dem Abhalten der Volksbefragung frohlockend fest: „Das Referendum in den Niederlanden wird das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine nicht verhindern“. Er wird damit leider Recht behalten.
Wie verlogen die EU-Politik und auch die des ukrainischen Präsident agiert lässt sich am Beispiel Gentechnik festmachen.
Nach dem Umsturz stürzte sich der Westen und damit Firmen wie Monsanto regelrecht auf die Ukraine, gilt die ukrainische „Schwarze Erde „ doch als eine der fruchtbarsten und als Kornkammer Europas. Monsanto dessen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) weltweit im Einsatz sind, soll auch in der Ukraine Einzug halten. Und die Europäische Union leistet dazu Starthilfe. Mit der Ukraine und diesem Abkommen wird Gentechnik über die Hintertür nach Europa eingeführt.
Im Kapitel 17, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Artikel 404 des insgesamt 2135 Seiten umfassenden Werkes, wurde folgendes vereinbart: Die Zusammenarbeit der Vertragsparteien im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung umfasst unter anderem
c) Förderung einer modernen, nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion, die umweltfreundlich und mit dem Tierwohl vereinbar ist, einschließlich der Ausweitung des ökologischen Landbaus und des Einsatzes von Biotechnologien, unter anderem durch Anwendung bewährter Methoden auf diesen Gebieten,
Biotechnologie ist allerdings nichts anderes als Gentechnik. Um dieses Wort zu vermeiden hat Monsanto dieses einfach durch Biotechnologie ersetzt. What is Biotechnology?
SCHWARZERDE! Der weltweit meist vorhandenen Chernozem-Böden befinden sich in der Ukraine. US-Investoren und russische Oligarchen haben sich einen harten Kampf um den Erwerb der Grundstücke in der Ukraine geliefert. Unter ihnen der umstrittene Saatguthersteller Monsanto, der Chemiekonzern DuPont und das Agrarunternehmen Cargill. Mittlerweile sind 1,7 Millionen Hektar der ukrainischen Ackerfläche in ausländischer Hand. Um einen Vergleich zu schaffen: in Polen sind etwa 50.000 Hektar in ausländischem Besitz.
Es ist ein mit nichts zu vergleichendes Land Grabbing. Die pro-westliche Regierung, welche nach dem Sturz Janukowytsch‘ eingesetzt wurde, verabschiedete unter dem Druck der Weltbank und Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Agrarreformen, die diese Landaufkäufe vereinfachten und somit noch weitere Agrarholdings in die Ukraine lockten. Dazu mussten nur ein Paar Gesetze geändert werden. Und dem Ausverkauf wurde Tür und Tor geöffnet.
Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre, ist auch die Ostukraine Donezk und Lugansk aufgrund riesiger Erdgasvorkommen einer der Gründe warum dort nach wie vor mal mehr mal weniger um diese Gebiete gekämpft wird. Der Auslöser für die Abspaltung der östlich Provinzen, nämlich das Verbot der russischen Sprache als zweite Amtssprache wird vom Mainstream geflissentlich verschwiegen. Verschwiegen wird auch, warum Kiew die Provinzen nicht in die Autonomie entlassen will und stattdessen eine „Rückeroberung“ anstrebt.
Spätestens wenn man sich die ukrainische Firma „Burisma“ genauer ansieht weiß man auch warum:
Der Sohn des derzeitigen Vizepräsidenten der vereinigten Staaten, Hunter Biden ist dort Direktor. Wie überhaupt die Besetzung des „Board of Directors“ keine Zweifel daran lässt, dass diese Firma fest in amerikanischen Händen ist. Noch Fragen?
Und als ob das nicht schon genug wäre fand in der Ukraine im August 2014 eine der blutigsten Schlachten des Ukraine-Konflikts statt. Während hunderte Soldaten in einem Hinterhalt „prorussischer Separatisten“ starben, kümmerte sich Präsident Petro Poroschenko um sein eigenes Vermögen.
Als Gipfel des Ganzen erdreistet sich dieser nach dem Referendum dieses als einen „Angriff auf die Europäischen Werte“ zu bezeichnen. Frecher geht’s ja wohl nicht mehr!
Nachdem auch nicht sein kann was nicht sein darf und wir, wie schon betont, in einer Demokratie leben und alles nur zum Besten des europäischen Volkes ist, ist die Verlegenheit nach dem Ukraine-Referendum groß und Konservative sowie Grüne stellen sich über Wählerwillen.
In den Diskussionen nach dem Ukraine-Referendum in den Niederlanden zeigt sich unter professionellen Politikern die Angst vor direkter Mitbestimmung der Bevölkerung. Mit Rhetorik und Zahlenspielen versuchen führende EU-Außenpolitiker den Wählerwillen außer Kraft zu setzen.
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