BRICS = Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. (Etwa 40 % der Weltbevölkerung, 3 Milliarden Menschen, leben in den BRICS-Staaten. Ihr Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2014 ca. 25 %. Wikipdia)
Vorgeschichte extrem verkürzt: Vor heute 15 Jahren „erfand“ der Chef-Ökonom Jim O’Neill von Goldman Sachs die BRIC-Staaten, mit denen man die aufstrebenden Schwellenländer vereinte. 2015 vereinte Goldmann Sachs seinen BRIC-Fond mit einem anderen Schwellenländer Fond . Damit wurde BRIC aufgelöst. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Man investiert um fette Gage zu machen. 2012 jedoch drohte die Ratingagentur S&P, Indiens Bonität herabzustufen. Allein die Drohung genügte und die Talfahrt begann. Natürlich ist alles wesentlich komplizierter (siehe Quellen). Fakt ist, Goldman Sachs und die Investoren verloren das Interesse und da „die Schwellenländer Investoren vergraulen“, suchten die Geldscheffler neue andere Wege ihre Gewinne zu maximieren.
BRICS kein Plauderclub
Damit war die Stunde für Vladimir Putin gekommen um bei einem Treffen in UFA südwestlich des Ural-Gebirges Weltpolitik vielleicht Geschichte zu schreiben :
“ Für Russland ist es der politische Höhepunkt des Jahres. Putin will vor allem seine Idee einer multipolaren Welt - ohne eine Vorherrschaft der USA - vorantreiben. In Ufa soll Schluss sein damit, dass die Brics nur ein Forum des Dialogs sind, wie der Präsident selbst betont. Ein „handlungsfähiges Instrument“ der Weltpolitik - das sei das Ziel, sagt Putin.“
Als Gegengewicht zum IWF wurde zudem beim VI. BRICS Gipfeltreffen vom 15. bis 17. Juli 2014 die New Development Bank und das Contingent Reserve Arrangement gegründet.
Die Destabilisierung der Ukraine im Jahre 2015, die Ächtung Russlands und das Verhängen von Sanktionen sind eine logische Konsequenz daraus. Diesem Mann muss Einhalt geboten werden. Immerhin schaffte Putin es, aus dem nach dem Zerfall der UDSSR, das vom “Westen“ und unter Boris Jelzin ausgeplünderte am Boden liegende Land, wieder in ein aufblühendes Land zu verwandeln. Er warf die Geier (Oligarchen von USA-Gnaden) aus dem Land oder sperrte sie ein, rückverstaatlichte Russlands Tafelsilber wie ÖL-GAS-Unternehmen usw. und hält die Staatsverschuldung von gerade mal 20.4% zum BIP (Stand 2015) noch in Grenzen. Die USA glänzen mit einer Verschuldung 2015 von 104.85%.
Die USA wollen Russland nicht als Partner, sie wollen es am Boden sehen. Da militärisch unmöglich, muss es entweder von innen also über einen gesteuerten Putsch oder Volksaufstände funktionieren. Oder über die Wirtschaft. Während Europas Exporte nach Russland drastisch sanken, stiegen die Exporte der USA an, so nach dem Motto warum sollte man nicht noch beim erhofften Untergang der „Russischen Föderation“ ein bisschen was damit verdienen. Westliche Werte also, wo Mammon mehr zählt als Menschen.
Putin schmiedet mit Brics-Staaten eine Allianz ohne den Westen
Brics ist weit mehr als ein von Goldman Sachs erfundenes Akronym
Russland gründet eigene Rating-Agentur: „Ohne politische Agenda“
Putins Schlag gegen USA: Rausschmiß der US-Ratingagenturen – und Gründung einer russischen!
Statista (Grafiken)
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Dass die USA und mit ihnen andere hörige westliche Regierungen mit Hilfe der so genannten Qualitätsmedien, Putin als unberechenbaren Diktator dämonisieren, liegt auf der Hand aber wie steht es derzeit aktuell um die anderen BRICS-Staaten:
BRASILIEN:
Demonstrationen gegen drohenden Putsch in Brasilien - Hunderttausende stärken Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff den Rücken. Politische Krise verschärft sich weiter. Konflikt der Staatsgewalten
Brasilien ist für BRICS von größter Bedeutung. Es ist die Hauptmacht in Südamerika und hat beim Integrationsprozess die Führung inne. Es verfügt über beneidenswert große Energiereserven, natürliche Ressourcen und Nahrungsmittel, Bereiche mit keinesfalls verachtenswerter Exzellenztechnologie wie im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft und der Luftfahrtindustrie. Es ist ein Land kontinentalen Ausmaßes mit einem riesigen Binnenmarkt. In verschiedenen Sektoren gibt es Nachfragebedarf, im Verteidigungsbereich nach elektronischen Bauelementen, die von den Partnern geliefert werden könnten.
Angesichts dessen ergeben sich für uns zwei Fragestellungen. Wird Washington in der Zukunft möglicherweise seine feindselige Haltung gegenüber Brasilien verstärken?
Pautasso: Erstens müssen wir anerkennen, dass die Interessen der Vereinigten Staaten in der politischen Struktur Brasiliens historisch verwurzelt sind, schon von vor 1964 bis in die Gegenwart. Es muss daran erinnert werden, dass der damalige Ex-Präsidentschaftskandidat José Serra - laut einem von Wikileaks verbreiteten Dokument - Chevron gegenüber versprochen hatte, die Presal betreffenden Regelungen zugunsten des US-Unternehmens zu ändern. Jetzt als Senator hat er den Gesetzesentwurf 131/2015 eingebracht, mit dem sowohl die obligatorische staatliche Mindestbeteiligung bei Petrobras beim gemischten Ausbeutungsmodell widerrufen werden würde, sondern damit in Verbindung auch die Bedingung einer staatlichen Mindestbeteiligung von mindestens 30% bei jeder Ausschreibung.
Es muss daran erinnert werden, dass die Ausspähaktionen der NSA bis in höchste Regierungskreise hinein reichten, bis hin zum Präsidentenamt und Petrobras, und dass kurioserweise die unmittelbar darauf losgetretene Operation Lava Jato (Operation Lava Jato - auf deutsch etwa Operation Hochdruckreiniger, in Brasilien als Petrolão stilisiert ist ein milliardenschwerer Korruptionsskandal in Brasilien … Wikipedia) gerade diese beiden neuralgischen Zentren der Volkswirtschaft erfasste, vielleicht die letzten internationalisierten Bereiche in nationalem Besitz und mit nationaler Technologie: die Auftragnehmergesellschaften und den Erdölsektor.
Finanzmafia will BRICS zerstören
Demonstrationen gegen drohenden Putsch in Brasilien
Politische Krise in Brasilien: Ein Land taumelt am Abgrund
Übergriffe von Neonazis in Argentinien nehmen zu
INDIEN:
Die USA gegen Indiens Solarzellen
Lizenzgebühren-Streit: Monsanto droht mit Rückzug aus Indien
CHINA:
So verzweifelt kämpft China gegen den Börsencrash
IWF-Chefin: Kapitalabfluss aus China gefährdet Weltwirtschaft
SÜDAFRIKA:
Barclays kehrt Afrika den Rücken
Proteste in Südafrika - Der ANC im BlindflugSüdafrikas Präsident ist angesichts der Wirtschaftskrise ratlos.
Hühnerkrieg- Afrika USA -Staatliche Erpressung zugunsten Fleischkonzerne
