Ein Großteil der russischen Truppen in Syrien wird schon ab Dienstag das Land verlassen. Wladimir Putin gab dazu am Montag den Befehl. Wladimir Wladimirowitsch Putin zieht Soldaten aus Syrien ab.
Einen Tag vorher eine damit etwas widersprüchliche Meldung die auch von Reuters verbreitet wurde:
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Die russisch-amerikanischen Beziehungen waren in letzter Zeit mehr als angespannt. Doch im Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien könnte es nun zu einer entscheidenden Annäherung kommen. Zumindest wenn es nach Wladimir Putin geht. Quelle: News.de
Putin meinte der Agentur Interfax zufolge, Russland sei es mit seinem Einsatz in dem Bürgerkriegsland gelungen, einen Durchbruch im Kampf gegen den Terror zu erzielen. Nun wolle Moskau eine noch größere Rolle im Friedensprozess einnehmen.
Lawrow sagte, die im September begonnenen russischen Luftangriffe hätten entscheidend beigetragen, Terroristen in Syrien zu schwächen und Voraussetzungen für einen politischen Prozess zu schaffen. Moskau werde alles dafür tun, um den Verhandlungsprozess unumkehrbar zu gestalten. „Diese Arbeit ist schwierig“, räumte der Chefdiplomat ein. Nach Angaben des Kremls richten sich die russischen Luftangriffe nur gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die Al-Nusra-Front und andere Terrorgruppen. Der Westen wirft aber Moskau vor, auch gemäßigte Rebellen ins Visier zu nehmen.
Russland wollte Rückkehr von Terroristen verhindern
Schoigu sprach dagegen von einer erfolgreichen Mission. Die russische Armee habe in Syrien allein etwa 2000 Kämpfer getötet, die aus Russland zum Kampf in das Bürgerkriegsland gekommen seien. Darunter seien 17 wichtige Befehlshaber von Terrororganisationen gewesen, sagte der Verteidigungsminister. Der Kreml hatte den Militäreinsatz an der Seite von Assad unter anderem damit begründet, die Rückkehr extremistischer Kämpfer aus Syrien nach Russland zu verhindern.
Der russische Militärexperte Jewgeni Mintschenko bezeichnete den Teilabzug als klugen strategischen Schritt des Kremls. „Putin hat sein wichtigstes Ziel (in Syrien) erreicht und will sich nicht in einen langwierigen bewaffneten Konflikt ziehen lassen. Außerdem gibt es weiter genug Möglichkeiten für die russische Armee - etwa Raketenschläge vom Kaspischen Meer aus“, sagte Mintschenko.
Am Montag haben in Genf Friedensgespräche unter Führung des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura begonnen. Sowohl das syrische Regime wie auch die Opposition beteiligen sich an den Gesprächen.
Kurz vor Beginn der Gespräche hatte Russland signalisiert, im Kampf gegen die Terrormiliz IS mit der USA zu kooperieren. „Wir sind vorbereitet, unsere Aktionen mit den Amerikanern abzustimmen, weil Rakka im Osten Syriens liegt und die US-amerikanische Koalition dort hauptsächlich tätig ist“, zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax am Montag Außenminister Sergej Lawrow aus einem Interview mit dem Fernsehsender Ren-TV. dpa/rtr/ac)
Quelle: WAZ.de