Saatgut

Wozu eigentlich eine Samenbank im kalten Norwegen (Spitzbergen), wenn doch alles so "easy" ist. Da wird um viel Geld von der norwegischen Regierung ein Bunker gebaut, um soviel Samen wie möglich für die nächsten 1000 Jahre zu sichern. Das dies eine Organisation wie die "Arche Noah" macht, ist plausibel. Spitzbergen eher weniger. Hier muss man sich fragen warum beteiligen sich Firmen und Stiftungen wie: Bill und Melinda Gates Stiftung, Rockefeller-Stiftung, Syngenta, Du Pont Pioneer und Monsanto. Man könnte mutmaßen, wissen die mehr als wir?

Das der Monsantokonzern die USA und andere Länder im Griff hat wissen wir, nun scheint Monsanto endgültig auch seine Krallen nach Europa auszustrecken. Die Europäische Union überarbeitete die bestehende Saatgutverordnung dermaßen, dass dies selbst wenn man es noch so optimistisch sehen möchte, über kurz oder lang, ein aus für alle regionalen Nutzpflanzenarten in Europa hätte.

Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung wurde zwar der Entwurf der Saatgutverordnung entschärft, die Hintertürchen bleiben. Die EU scheint jedenfalls einigermassen überrascht. Das Hintertürchen kleine Händler, Firmen - 10 Mitarbeiter auszunehmen usw, ist ein dehnbarer Bergriff. Grundsätzlich stellt sich überhaupt die Frage wozu registrieren. Schlüssig ist diese Frage nicht zu beantworten.

Sicher ist jedoch das von einer Registrierung nur grosse Konzerne profitieren oder von z.b. Monsanto aufgekaufte kleinere Firmen. Das Gentechfirmen ihre SAAT auf jedem Acker auch in Europa sehen wollen liegt auf der Hand. Zuerst kontrolliert man alles Saatgut, dann lockert man die Zulassung von genveränderten Organismen (GVO) und dann haben wir den Gensalat am Teller. Und da wo GEN auf der Packung draufsteht der Hersteller drauf sitzen bleibt, wird über kurz oder lang auch dieses Problem gelöst, indem man auch dort die Vorschriften (Gesetze) anpasst. Lobbyisten arbeiten schließlich zum Wohle aller Menschen hart daran.

Somit wäre auch die überlebensnotwendige Biodiversität, also die Vielfalt der Arten in Gefahr. Ein Aussterben der Arten, welche Standort gebunden über Jahrhunderte "gelernt" haben sich an die Gegebenheiten anzupassen, die unsere Ernährung sichern allen voran Mais und Reis, wäre fatal.

Der vollkommen uneingeschränkte Handel und Tausch garantiert einzig diese Arten und Sortenvielfalt, garantiert das nicht Konzerne sondern noch freie Bauern und Händler welche nicht von einem Moloch abhängig sind, wir uns möglichst gesund und vielfältig ernähren können. Jedenfalls zumindest die Wahl haben.
Also wozu eine Pflanzensamenbank, mitgesponsert von Firmen die uns GEN als notwendig und ungefährlich einreden wollen. Unternehmen (Monsanto) die in ihrer Firmenkantine sogar weitgehend selbst auf Genmais und Gensoja verzichten.

Im übrigen wer garantiert, das diese eingelagerten Samen, dann nicht zu horrenden Preisen auf den Markt gebracht werden. Im schlimmsten Fall würde es aber so oder so Jahre dauern um viele, viele Menschen zu ernähren. Oder ist diese Datenbank vielleicht dazu gedacht bei einem "Worst Case" die überlebende "Elite" ernähren zu können.

Es darf spekuliert werden.

Weiterführende Links und Quellenangaben unter der Rubrik "Quellen"

Infobox

Entwurf der
EU-Saatgutverordnung Originaltext vom 6.5.2013


Weltweit gibt es in etwa 1400 Planzensamenbanken die sich um dem Erhalt von Sorten aller Art bemühen darunter auch "Arche Noah"


Am 25. März 2014 wurde unserere Bürgerinitiative vom Petitionsausschuss "Zur Kenntnis" genommen und mit folgendem Wortlaut beendet:
Zur Bürgerinitiative, die sich gegen eine geplante Saatgutrichtlinie der EU wendet ( 27/BI) meinte Abgeordneter Wolfgang Pirklhuber, man könne diese mit positiven Gefühlen zur Kenntnis nehmen. Es sei mit ihr und auch durch andere Aktivitäten ge-lungen, in dieser wichtigen Frage das Parlament zu mobilisieren und die Unterstützung der österreichischen Bundes-regierung klar zum Ausdruck zu bringen.
Insgesamt haben 2116 Personen, davon 1303 hand-schriftlich diese BI unterstüzt.

VIELEN DANK FÜR
 EURE
UNTERSTÜTZUNG !

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